Schukowitz, Hans, Kloster- und christliche Hausbibliotheken in und um Graz In: Amtlicher Anzeiger Steiermarks 1, Graz: Steiermärkische Landesdruckerei "Herold" Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft 1922 Seite 231

Ursulinen, Graz, Leonhardstraße 68. Fernsprecher 2299. Mit Lehrerinnenbildungsanstalt. (Jetzt auch Lehrräume der Staatslehrerinnenbildungsanstalt.) Übungsschule: Volks-, Bürger-, Fortbildungsschule. In der Sackstraße (Ursulinenplatz) um 1686 gegründet von Gräfin Maria Theresia, geb. Fürstin Liechtenstein-Leslie-Wagensperg. 11. September 1900 in das Leonhardkloster übersiedelt.
a) Klosterbibliothek. 3. und 4. Stock. Gegen 800 Bde. Heiligen- und Väterliteratur, Aszese, Jesuitica. (17. bis 19. Jahrhundert.) Seltene steirische Drucke. Aufteilung und Katalogisierung erfolgt eben. Kupferstichsammlung (Univ. Prämiendiplome der Jesuiten aus dem 18. Jahrhundert, 140 x 70 cm). Gemälde: Erzherzogin Maria von Österreich (+ 29. April 1608), 95 x 40 cm, Hl. Josef aus der Schule des Kremser Schmidt (80 x 35 cm). Bibliothekarin M. Antonia Renner.
b) Hausarchiv. 15 Wappen Urkunden.
c) Lehrerinnenbibliothek im Konferenzzimmer, 1. Stock, elektrisches Licht. Über 200 Bde. Lehr- und Hilfsbücher. Pädag. 4 Zeitschriften. Bibliothekar Msgr. Prof. Dr. Fr. Bayer.
d) Zöglingsbibliothek. Jugendliteratur etwa 300 Bde., Musikalien, Liederbücher. Bibliothekarin Ass. M. Xaveria Lechner.
Lit. Zapletal J., Ursulinen-Kloster zu Graz, 1686-1786, Graz 1886.


Letzte Änderung 15.11.2024 (pn)

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